FD Filmkritik: Mandie und das vergessene Weihnachten

Regie: Joy Chapman
Darsteller: Kelly Washington, Amanda Waters, Joanna Daniel
Zertifikat: U
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In einer Zeit, in der 12A-Zertifikate für alle Arten von explosiven, waffentragenden Blockbustern verwendet werden, spricht viel für einen Weihnachtsfilm, der für Menschen jeden Alters geeignet ist. Mandie and the Forgotten Christmas ist für alle geeignet, aber das reicht nicht aus, um es zu empfehlen.

Der Film ist der dritte Film nach der Buchreihe von Lois Gladys Leppard, die insgesamt 40 Romane umfasst. Der Film spielt Kelly Washington als namensgebende Mandie, die mysteriöse Heldin von der Seite. In der Ferienzeit fällt es ihr schwer, sich an die strengen Regeln und Gepflogenheiten ihres Internats zu halten. Immer neugierig und selten gehorsam, hat sie alle möglichen Fragen. Warum ist Miss Heathwood so dagegen, die Schule zu Weihnachten zu dekorieren? Und warum kommen vom Dachboden seltsame Geräusche?



Sie löst dies, indem sie sehr einfache Dinge tut, wie zum Beispiel Miss Heathwood fragt: „Warum dekorieren Sie nicht gerne zu Weihnachten?“ „Verschwenden Sie keine Zeit damit, über Dinge nachzudenken, die längst vergessen sind“, lautet die Antwort. Dieser nüchterne Stil zieht sich durch den ganzen Film, aber es wird schnell klar, dass es weniger eine beabsichtigte Ästhetik ist, sondern eher ein Mangel an, na ja, irgendetwas.

Die Geschichte spielt in den frühen 1900er Jahren in North Carolina, was nur durch die historischen Kostüme sichtbar wird. Aber sie sehen synthetisch und modern aus, wie ein Kostüm, das letzten Dienstag bei eBay bestellt wurde. Das kombiniert mit einem Mangel an Flair in der Regieabteilung macht etwas, das sich leider platt und künstlich anfühlt: Trotz guter Arbeit der jungen Besetzung, insbesondere Washingtons rebellischer Hauptrolle und Amanda Waters als beste Freundin Polly, ist es weniger wie ein Film und eher wie eine Gruppe von Achtjährigen, die sich als Erwachsene verkleiden und so tun, als würden sie einen Film drehen. (Regisseurin Joy Chapman ist vor der Kamera großartig als die wissende Miss Prudence.)

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Und so wird das Geheimnis im Herzen der Geschichte schnell und mit minimalem Aufwand gelüftet, sodass Sie über Ihre eigenen unbeantworteten Geheimnisse nachdenken müssen. Warum, wenn Mandie angeblich ein Viertel Cherokee ist, hat sie blonde Haare und blaue Augen? Warum spricht ihr indianischer Onkel Ned (Craig Reuben) nur in Rassenstereotypen? Und warum ist das US-amerikanische Bildungssystem so hochnäsig, wenn es darum geht, dass die unteren Klassen lesen und schreiben lernen?



Es ist bewundernswert, dass das Drehbuch solche Themen für ein junges Publikum anspricht – die Vorstellung von Celia, einem Mädchen, das mehr als alles andere lernbegierig ist, wirft edle Fragen nach sozialer Gleichheit auf – aber es geschieht ohne jegliche Dramatik oder Spannung. „Muss Unrecht richtig machen“, rät der gute alte Onkel Ned, der dazu neigt, auf dem Schulgelände herumzuhängen und unangemeldet aus den Bäumen zu fallen. „Ich weiß nicht wie“, schreit Mandie. „Du musst gut nachdenken“, antwortet er. 'Dann wirst du es wissen.' Das Gespräch endet.

Mandies Motivation wird derweil nur in großen Buchstaben ausgedrückt – das gilt auch für Miss Heathwood, deren Hintergrundgeschichte quasi mit einem Flugzeug in den Himmel geschrieben wird. Beiden ist jede emotionale Tiefe beraubt; das absolute Minimum, damit wir uns für das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, interessieren. „Wenn du es loslässt, verlierst du die Hoffnung“, sagt die optimistische Mandie, als die desillusionierte Schulleiterin der Gruppe mitteilt, dass ihr Weihnachtsessen in diesem Jahr nicht komplett sein wird. 'Wenn du die Hoffnung verlierst, stirbt dann nicht ein Teil von dir?' 'Reden wir immer noch von Truthähnen?' fragt ein anderer Schüler. Niemand antwortet.



Währenddessen erklingt dezente festliche Musik, die von der fast liebenswert fröhlichen bis zur schmerzhaft blechernen Musik reicht, die man im Hintergrund eines Gameboy-Spiels erwarten würde. Hin und wieder wird es lauter, um eine dramatische Wendung der Ereignisse hervorzuheben. Einen Moment sieht man, wie Mandie durch einen Raum geht und innehält, um sich eine Dekoration anzusehen. „Das ist ein sehr alberner Ort, um einen Kranz aufzuhängen“, bemerkt sie. Die Musik schwillt an. 90 Minuten geht es so weiter. Unbeteiligt, entschieden unmysteriös und leider unvergesslich.


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