FD Filmkritik: Schade

Regie: Steve McQueen
Darsteller: Michael Fassbender, Carey Mulligan
Zertifikat: 18
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Es wäre leicht für das Publikum, sich von dem fleischlichen Wissen von Michael Fassbender in Shame ablenken zu lassen, aber der Film ist viel mehr als das. Nach Hunger ist Steve McQueens zweiter Film (gemeinsam mit Abi Morgan geschrieben) genauso gewagt, ebenso unbequem und vielleicht noch faszinierender.

Wir folgen Brandon (Fassbender) durch seinen Alltag aus unpersönlichen Bürokabinen, minimalistischen Wohnungen und bedeutungslosen Pick-ups in Bars – alles unterbrochen von häufigen Toilettengängen. Es ist ein leeres Leben, das er mit Sex füllt. Selbst in seinem Büro kann er sich nicht auf die Arbeit konzentrieren, um freche Bilder herunterzuladen. „Ihre Festplatte ist dreckig“, sagt sein verheirateter Chef. 'Glaubst du, es war dein Praktikant?'



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Dann kommt Brandons Schwester Sissy (Mulligan) zu bleiben. Eine weitere verlorene Einzelgängerin, die Zuneigung braucht. Sie glaubt ihm zu helfen, während sie die Leute in seine Einzimmerwohnung zurückbringt. Natürlich macht sie alles nur noch schlimmer.

McQueen fängt dieses karge, übersexualisierte Dasein mit distanziertem Blick ein und beobachtet kühl seine hervorragende Besetzung. „Wir sind keine schlechten Menschen – wir kommen einfach von einem schlechten Ort“, begründet Sissy. Ob einer von ihnen das glaubt, ist eine andere Sache.



Im Zentrum des Films steht Fassbender immens und hält in seinem Suchtporträt nichts zurück. Das gleiche gilt auch für Mulligan, und McQueens Kamera liebt sie dafür. Dies ist näher am Mainstream-Kino als der künstlerische Hunger, aber die stärkere Erzählung beeinflusst die Stille von McQueens Komposition nicht. Starke Silhouetten aus der Skyline von New York ziehen Ihre Aufmerksamkeit auf sich, während McQueen einmal mehr seine Fähigkeit unter Beweis stellt, bleibende Momente des Kinos zu schaffen.

Eine lange Kamerafahrt durch die Straßen, in der Brandon seiner Frustration davonläuft, ist brillant, während in einer faszinierenden Szene Sissy eine bluesige Version von New York singt. Die Kamera bleibt während jeder schmerzhaften Strophe auf ihrem Gesicht statisch – dann ein leiser Schnitt auf Fassbender, als eine Träne über sein Gesicht rinnt. Es ist ein verheerender Moment in einem Film, der fast ausschließlich mit Sex handelt – und doch durchschaut.



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Shame ist auf All 4 bis zum 31. Dezember 2020 verfügbar.


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